| Is gestern, das 19. Jahrhundet |
Das Ende des Kaiserreiches und die Besatzung, die darauf in den Jahren 1814-1815 folgte, brachte sein Gefolge von fremden Garnisonen mit sich, die auf Kosten der Gemeinde untergebracht wurden und knüpfte somit an die Tradition an, die man so gerne als vergangen angesehen hätte. Am 17. Januar 1871 stürmte eine preußische Garnison, 9000 Mann stark, die Dijon einnehmen sollte, die Kleinstadt Is-sur-Tille und besetzte es bis zur endgültigen Befreiung des Departements Côte-dOr. Die Bahntrasse von Dijon nach Langres über Is-sur-Tille wurde ab 1863, in Folge eines Versprechens Napoleon III. bei einem Besuch in Dijon drei Jahre zuvor, in Bau genommen. 1882 wurde die Strecke nach Châtillon-sur-Seine und 1886 die Strecke nach Gray in Betrieb genommen. Is-sur-Tille wurde so zum Knotenpunkt des Streckennetzes der Bahn im französischen Osten und der PLM. Zahlreich waren die Bahnangestellten, die sich in Is niederließen, so dass ein ganzes Viertel im Ostteil der Stadt neu erstand, um sie beherbergen zu können. Die 1719 Einwohner, die Is-sur-Tille im Jahr 1900 zählte, gingen den verschiedensten Berufen nach: eine Volkszählung nach Berufsständen aus dem Jahre 1884 führt folgende Produktionen auf: Pflanzen, Weinreben, Holz, Getreide, Baumschulen, Honig, Obst, Gemüse, Hopfen, Edel-Trüffel. Folgende Industrien werden aufgezählt: Holzhandel, Sattler, Brauerei, Nagelfabrik, Kordelfabrik, Destillation, Tuchfabrik, Krämerladen, Klempnerwerkstatt, Mehlhandel, Uhrenladen, Ölmühle, Wollhändler, Mechaniker, Arzt, Mühle, Apotheker, Wagner, Schneider, Färber, Tierarzt, Weinhandel, Möbelschreiner, Senffabrik. Die Liste der verschiedenen Aktivitäten ist also lang und weist hauptsächlich handwerklichen Charakter auf. (Joël Mangin). |