
|
Übersicht ûber die Flüsse
Zwei Bäche durchfließen das Gebiet der Gemeinde: die Ignon
auf einer Länge von 8,5 km und die Tille auf einer Länge von 3,5 km. In Wirklichkeit
durchfließt die Ignon und nicht die Tille das Zentrum des Ortes Is-sur-Tille. Sein
Flussbett umfasst 7 Schleusen (zwei davon sind kommunal), 7 Wehre (auch hier sind zwei
kommunal) und 6 Ableitungskanäle, wovon zwei falsche Bäche genannt werden.
Die Ufer der Ignon beherbergen 5 Waschhäuser (drei davon im Besitz der Gemeinde).
Die Überquerung der Bäche wird durch 22 Stege und 13 Brücken ermöglicht. Diese können
in öffentlichem oder privatem Besitz sein. Das Becken der Ignon nimmt das Wasser aus 2
Pumpstationen in Is und in Chaignay in Anschwemmungsflächen auf.
Eine Kläranlage bereitet die Abwässer aus Is-sur-Tille und Marcilly-sur-Tille auf.
Zwei Fluss-Konsortien haben unter anderem die Aufgabe, die am Fluss stehenden Gehölze instand zu halten und den freien Ablauf des Wassers
zu garantieren. |
Gesundheitszustand:
Der Allgemeinzustand der Bäche ist laut der Erhebungen pauschal gesehen
zufriedenstellend. Trotz allem bestehen aber Einschränkungen für die Wasserwelt sowie
die Genießbarkeit als Trinkwasser zu bestimmten Zeitpunkten: (Gründe: Nitrate,
Phosphate, Unkrautvernichtungsmittel, Jaucherückstände, Schwermetalle, Hydrokarbonate,
...).
Im Gang befindliche oder vom Gemeinderat beschlossene Verbesserungen werden diese
verschiedenartigen Verschmutzungen vermindern: Normierung des Regen- und
Klärwasserabflusses; Klärbecken für dicht besiedelte Viertel; Überwachung und gezielte
Suche von illegal in die Bäche geleitete Abwässer.
Fischbestand:
Die Qualität der Fischbestände der Gemeinde (eingeordnet in Kategorie I) ist gut, aber
unregelmäßig. Der beste Indikator der guten Wasserqualität ist das Vorhandensein von
Forelle, Elritze und Mühlkoppe. Der
ansässige Anglerverein, la Saumonée, versucht, die Äsche wiedereinzusetzen.
Man bemerke das Vorkommen von Laube und Lamprete während der heißen Perioden; sowie das
der gemeinen Raubfische Hecht und Barsch.
Was die Wasseroberfläche und die Ufer betrifft, so kann dort man die Wildente, das
Blässhuhn, den Graureiher, den Eisvogel, die Wasseramsel und die Ringelnatter beobachten.
Der Biber, eine nicht heimische Art, hat die Uferböschungen besiedelt. |

Instandhaltung:
Die regelmässige Flusspflege ist in der Einrichtung begriffen. Die Fluss-Konsortien
nehmen mit Unterstützung des Anglervereins und der ansässigen Bevölkerung die
größeren Arbeiten vor: alle drei Jahre Abholzung von Bäumen, wobei die zu erhaltenden
Gehölze vorher genau bestimmt werden; Zuschnitt der auf der Wasserfläche auftretenden
Äste oder von in Entwurzelung begriffener Bäume; Entfernung von Hindernissen für
den freien Flusslauf (Anhäufung von Geäst, querliegende Stämme, etc.). Leichte
Reinigungsarbeiten sowie Verstärkungen der Ufer bedürfen einer Genehmigung. Sie dürfen
jedoch im Notfall oder bei Überschwemmungsgefahr ausgeführt werden.
Für die einfacheren Instandhaltungsarbeiten hat die Gemeinde einen Umwelt-Arbeitsplatz
für junge Menschen (poste demploi jeune en milieu naturel) geschaffen. Diese Person
ist damit betraut, regelmäßig die untiefen Stellen in den Bächen zu mähen, Abfälle
(Plastikflaschen, Äste, ...) zu entfernen, Anschwemmungen abzurechen, sowie leichte
Ausschneidungsarbeiten an Bäumen durchzuführen.
In Zukunft soll dazu die Bedienung der Schleusenanlagen (die Koordination dieses Plans
wird gerade geprüft), die Ausbesserung der Kleinst-Wasserfälle, sowie die Baum- Strauch-
und Uferbepflanzung kommen, um für einen besseren Halt für die Ufer zu sorgen.
Hydraulische Daten:
Die kompletten hydraulischen Daten für die Ignon, die auf das Verlangen des Gemeinderates
hin 1998 angefertigt wurden, stehen jeder interessierten Person im Rathaus zur Verfügung. |
Globale Studie:
Eine allgemeine Studie über das Niederschlagsgebiet Tille/Ignon sowie Ostdijon bis zur
Vereinigung der Tille mit der Saône ist im Gange. Diese Studie wurde vom Kreisrat mit der
technischen Unterstützung der Flusskonsortien und anderer im Milieu der Flüsse tätiger
Einrichtungen verlangt. Das Ziel dieser Studie ist ein allgemeiner Überblick über die
Dynamik der Wasserläufe, um existierende Probleme zu erkennen, wobei alle ökonomischen,
soziologischen, die Fischzucht sowie die Umwelt (Überschwemmungen, Erhalt des
Grundwasserspiegels, Bewässerung, Verschmutzung, Landschaften, Tourismus und Freizeit,
Angelsport) betreffenden Gegebenheiten berücksichtigt werden sollen. |