| Is gestern : das Mittelalter |
Der ortsansässige Historiker beschreibt es so: Das Mittelalter ist eine finstere Epoche: eine Epoche voller Kriege, Plünderungen und Ruinen. Is-sur-Tille hat mehr als jeder andere Ort des Burgund daran seinen Anteil gehabt. Und man wundert sich, dass dieses kleine Städtchen nicht in Folge der vielen Invasionen, die es zerrütteten, verschwunden ist. Unter den vielen Namen die unsere entfernten Vorfahren erzittern ließen, waren die der Châteauvillan, des Bastards von Bourbon und seiner Bande von Halsabschneidern, sowie der des Berners Jacques de Vatteville, der die Armee der Schweizer anführte, die sich das Burgund einverleiben wollten. Is-sur-Tille war zu Beginn des 14. Jh. in viele kleine Herrschaftsbereiche zerteilt. Der Graf des Burgund, der Bischof und Graf von Langres und der Abt von Saint-Bénigne in Dijon waren genauso unter den wichtigsten Herren der Stadt wie der König von Frankreich, den die Bewohner der Stadt im Jahr 1312 in einer mutigen Petition um dessen Schutz baten. Philippe der Schöne lies eine solche Gelegenheit nicht aus, um der Macht des Grafen von Burgund einen Hieb zu erteilen. Er akzeptierte die Herrschaft, die ihm spontan von den Einwohner angeboten worden war. Diese Periode der Unabhängigkeit gegenüber lokalen Machthabern nahm etwa 15 Jahre später ihr Ende, als der Graf von Burgund, Eudes IV, nach langen und kostspieligen ( A. Mochot) Prozessen wieder Herr von Is-sur-Tille wird. |